Kategorie: Blogosophie× alle

07.05.2026 - Status

Blick aus dem Fenster, auf der halben Wiese eine Menge rosafarbener Blütenblätter, chaotisch verteilt vom Wind. Ein lustiger Spruch fällt mir ein, dazu der Ansatz eines zarten Lächelns. Man will ja nicht nur mürrisch sein. Es riecht nach frischem Kaffee, die Maschine arbeitet, laut zischend, brummend, ratternd. Der Himmel stark bedeckt.


In der Bahn einen Platz gefunden, es ist eng, ich höre aber nichts anderes als Musik. In den Tunnel einfahren, vorbei an Bahnhöfen, Kontrast zwischen Hell und Dunkel, ständiges Kommen und Gehen, ganz normal, wie das so ist.


Let´s take a ride and run with the dogs tonight.


Am Bildschirm: Abarbeiten. Sortieren. Ordnung herstellen. Hätte man von Anfang an ein gutes System entwickelt, man säße nicht hier und sortierte Dokumente, Daten, Schnipsel und hätte mehr Zeit. Aber wofür? Keine Ahnung. Ich bin hier nicht der Ingenieur, ich bin nur für die Inhalte da.


Die Nationalhymne wurde gesungen, davor und danach ein wenig Jazz und Reden. Keine Getränke, deswegen früher Feierabend. Spaziergang durch den Tiergarten, Ruhe und Vogelgezwitscher, entfernt der Lärm der Großstadt, näher kommend, Touristen gehen vorüber, fotografieren und ich frage mich, auf wie vielen Aufnahmen fremder Menschen man auch mich sehen kann.

Start in den Mai

was ge­blie­ben ist: blog­gen ist wei­ter­hin ein rand­phä­no­men. und das ist auch nicht wei­ter schlimm. im ge­gen­teil.

wirres.net

Das hing noch in meinen Feeds fest, weil es mir nicht so ganz aus dem Kopf ging. Und am besten ist der Gedanke daran, dass einem bloggenden Menschen (also mir) durchschnittlich Algorithmen nicht ganz so wichtig sind. Dieses ganze Aufmerksamkeitsding, das einem nur Beachtung schenkt, wenn man voll krasse Sachen macht, statt einfach nur Alltag.

Statt Lärm mag ich Ruhe, statt Algorithmen nehme ich RSS und wenn social media, dann ist mir Mastodon immer noch näher, als Bluesky. Zum Beispiel.


Deshalb hoffentlich demnächst hier auch Webmentions und so.


Selbstbeobachtung: Mit steigendem Alter bedeuten Erlebnisse mehr als Ereignisse. Vor allem der eigene Geburtstag fällt mit den Jahren nicht mehr so sehr ins Gewicht.


Jeden Tag schnell spazieren gehen, fünf Kilometer reichen schon aus. Dabei Schnappschüsse produzieren, kann man später mal schauen, wie es so aussah, im Mai.


Diese Faszination für Technik: Hardware und Software, wenn möglich recht einfach zu bedienen. Auf der anderen Seite im Terminal arbeiten, weil man sein Computerleben mit Maus und Tastatur begonnen hat und der Mensch ein Gewohnheitstier ist.