24.11.2025: Der erste Schnee der Saison.

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Der Klügere gibt nach. Okay. Aber bekommt der Klügere dann eigentlich nie das, was er will?
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Wenn aber eine Gruppe aus dem Hinterzimmer, im Fall Russlands – aus dem Komitee der Staatssicherheit, die Fäden des Regierens an sich reißt und sich da oben verbarrikadiert, muss sie ihre Legitimität der Bevölkerung irgendwie erklären, am besten durch eine Notsituation. Eine Diktatur braucht Ideologie und so etwas kann man nicht über Nacht aus einer Zeitung, einem Kasten Bier und der aktuellen Schlagerparade zusammenbasteln.
Wladimir Kaminer – Russendiskonews am 22.11.2025
Kleiner Gedanke dazu: Ich glaube, viele verstehen das System dort nicht ganz oder vielleicht auch falsch. Ich verstehe es sicher auch nicht oder nicht ganz, allerdings bin ich in einem ähnlichen System groß geworden (DDR) und lebte mindestens 12 Jahre lang mit staatlich vorgegebenen Feindbildern. Und was manche/ viele/ die meisten (ich weiß es nicht) daran mögen könnten, ist die Vereinfachung des Blickwinkels: Dort böse, hier gut. Demokratie mit Meinungsvielfalt, Toleranz und Akzeptanz, langwierigen Aushandlungsprozessen und so weiter erscheint oft schwammig, unausgegoren, zäh, ist eine ganz andere Liga, man muss sich irgendwie selbst positionieren, die Leitplanken erkennen und damit leben, dass nicht alle denselben Weg gehen und trotzdem richtig liegen. Schwierig. Und nein, wahrscheinlich wird es keinen konventionellen Krieg zwischen Russland und Europa/ dem Westen geben, aber einen andauernden Konflikt, angeheizt von Botarmeen und Drohnen und Parteien, deren Zweck es ist, die Leitplanken der Demokratie so weit zu verengen, dass von selbiger nichts mehr übrig bleibt. Und alles scheinbar einfacher wird. Nur nicht für jeden.
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Ach ja.