Liebes Tagebuch,
ich schreibe dir das jetzt mal so rein, obwohl du doch gar nicht mal mein Tagebuch bist, sondern nur eine Software, die nicht angesprochen werden muss und auch kein Chatbot, denn das wäre ja noch die Höhe, wenn ich hier prompten würde und nicht texten (obwohl ich mich natürlich frage, ob einfaches Dahinschreiben schon Texten ist und nicht doch eher Tagebuchbloggen) und dann wäre der Text vielleicht gar nicht von mir, sondern von einem probabilistischen, ungeprüften Software-Steuerungssystem oder so und dann müsste man über Moral und Anstand und so weiter sprechen und und und.
Also:
Die Sommerpause war diesmal angenehm lang, durchschnittlich ereignisreich und dank längerer Phasen körperlicher und geistiger Ruhe tatsächlich erholsam. Eine Woche mehr wäre natürlich perfekt gewesen, aber es muss ja nicht immer alles perfekt sein. Die letzten Jahre waren ereignisreich und herausfordernd und darum fühlt es sich auch mal ganz gut an, wenn die Tage nicht ganz so ereignisreich und schon gar nicht herausfordernd sind.
Dann kann man die Gedanken einfach mal fließen lassen oder gar nicht denken, während man sich von der Urlaubslektüre berieseln lässt (Stephen King - The Stand) oder dem Feedreader des Vertrauens, garantiert von keinem Algorithmus kuratiert.
Und nun geht es weiter, hoffentlich mit Disziplin und sicherlich noch mehr Neugier. Jeden Tag ein bisschen mehr dies und noch mehr das.