Autor: sascha

  • Schnpsl VII

    „Manchmal passieren schlechte Dinge einfach.“

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    Schneehimmel mit Rauhreif.

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    ARD-Mediathek: In höchster Not – Und sich nach der letzten Folge fragen: Wie, das wars schon? Eine der besten Dokus des Jahres.

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    Es ist wieder diese Zeit, in der dich nach einem grauen Tag kurz vor dem Einschlafen Gedanken an Dinge heimsuchen, die du eigentlich ganz unten, ganz hinten in deinen gedanklichen Schubladen verpackt hast. Aus Gründen. Dann liegst du da und bist platt und erschrocken und es einfach nur dunkel und kalt und du fühlst dich übermannt, von allem und lenkst dich, mit einem blöden Buch, das aber in genau dieser Situation perfekt ist.

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    15 years – fühlt man.

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  • Schnpsl VI

    Eine Frau im Bus, ready zum Ausstieg, dabei grinsend, warum? Außerdem ein Mann, der wie Putin aussieht.

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    Es gab und gibt in der Neuzeit unterschiedliche Haltungen, Weltbilder, Menschenbilder, unterschiedliche Vorstellungen, wie mit Natur, Technik, Wertewandel, Neuerungen und Traditionen umzugehen ist. Rechts und links: Das ist ein Schema, um diese Unterschiede zu fassen und zu ordnen.

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    Achtung, anekdotische Evidenz: Ich nutze KI-Tools und bin da auch neugierig und experentierfreudig, aber auch skeptisch. Zum Beispiel bei der Zusammenfassung von Suchergebnissen in einer Suchmaschine. Schnell erkennt man, dass sich diese sich manchmal so verhält, wie jemand, der keine Ahnung von Suchmaschinen hat und einfach auf die drei ersten SEO-optimierten Suchergebnisse zugreift, diese zusammenfasst und präsentiert. Ich stelle die trotzdem nicht aus. Allein, um den Fortschritt miterleben zu dürfen. Irgendwann mal.

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    Mich selbst dabei beobachtet, wie viel Freude ich beim weihnachtlichen Schmücken der Behausung empfinde. Ein Gegenpart zur Dunkelheit da draußen, wahrscheinlich.

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    The initial questions often involve wordplay and idioms, requiring a deep understanding of the German language. These proved most challenging for LLMs, though they are easily solvable by the average German.

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    Wieder mal so ins Internet reinbrabbeln fühlt sich irgendwie super an. Wie früher schon.

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  • Schnpsl V

    24.11.2025: Der erste Schnee der Saison.

    Schnee in Berlin, Blick zum Hauptbahnhof
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    Der Klügere gibt nach. Okay. Aber bekommt der Klügere dann eigentlich nie das, was er will?

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    Wenn aber eine Gruppe aus dem Hinterzimmer, im Fall Russlands – aus dem Komitee der Staatssicherheit, die Fäden des Regierens an sich reißt und sich da oben verbarrikadiert, muss sie ihre Legitimität der Bevölkerung irgendwie erklären, am besten durch eine Notsituation. Eine Diktatur braucht Ideologie und so etwas kann man nicht über Nacht aus einer Zeitung, einem Kasten Bier und der aktuellen Schlagerparade zusammenbasteln.

    Wladimir Kaminer – Russendiskonews am 22.11.2025

    Kleiner Gedanke dazu: Ich glaube, viele verstehen das System dort nicht ganz oder vielleicht auch falsch. Ich verstehe es sicher auch nicht oder nicht ganz, allerdings bin ich in einem ähnlichen System groß geworden (DDR) und lebte mindestens 12 Jahre lang mit staatlich vorgegebenen Feindbildern. Und was manche/ viele/ die meisten (ich weiß es nicht) daran mögen könnten, ist die Vereinfachung des Blickwinkels: Dort böse, hier gut. Demokratie mit Meinungsvielfalt, Toleranz und Akzeptanz, langwierigen Aushandlungsprozessen und so weiter erscheint oft schwammig, unausgegoren,  zäh, ist eine ganz andere Liga, man muss sich irgendwie selbst positionieren, die Leitplanken erkennen und damit leben, dass nicht alle denselben Weg gehen und trotzdem richtig liegen. Schwierig. Und nein, wahrscheinlich wird es keinen konventionellen Krieg zwischen Russland und Europa/ dem Westen geben, aber einen andauernden Konflikt, angeheizt von Botarmeen und Drohnen und Parteien, deren Zweck es ist, die Leitplanken der Demokratie so weit zu verengen, dass von selbiger nichts mehr übrig bleibt. Und alles scheinbar einfacher wird. Nur nicht für jeden.

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    Ach ja.

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  • Verdrossenheit und so

    Im Supermarkt an der Kasse, Menschen unterhalten sich, ach nein, sie reden über Politik. Und Politik ist ja quasi überall, wenn man so will, und deswegen hat auch jeder eine Meinung dazu. Meistens keine gute. Zu zaghaft, zu viele Diskussion, zu schwergängig, zu abgehoben, zu korrupt, keine Politik für mich, die kleine Frau, den kleinen Mann, überhaupt Gendern und die Grüüüünen und vor allem die Ausländer. Man kennt es.

    Und ich stehe dahinter und versuche nicht zynisch zu werden. Boomer abstempeln und so, ist auch nicht besser. Aber was wollen die überhaupt? Ist es nicht so, dass die sich auch darüber aufregen würden, wenn alles mit starker Hand und ohne Diskurs entschieden würde und der Ausgleich von Meinungen (Demokratie!) in ein „Ist mir doch wurscht, wat du denkst.“ (Diktatur!) umschwenken würde? Aber ich rege mich dann doch nicht weiter auf, ist doch egal. Diesen Leuten kann man es nicht recht machen. Und durch social media wird diese Aufregungskultur auch noch gepusht.

    Da werde ich dann verdrossen. Menschenverdrossen. Auch nicht schön.

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  • Schnpsl IV

    Morgens halb sechs schon Dinge aus dem Leben gedanklich bearbeiten und zu diversen Schlüssen kommen, die einem vorher gar nicht in den Sinn kamen und doch logisch klingen. Macht mir ein wenig Angst.

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    Gute Idee: Frühstücks-Salate. Überhaupt: Chicoree! Dosen-Mandarinen!

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    Gut an dieser Jahreszeit: Die Mischung aus alten Straßenlaternen (Natriumdampflampe!) und Nebel in den Morgen- und Abendstunden. Genau meine Stimmung.

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    Vielleicht mal KI als Begleiter akzeptieren, der mir nicht die Welt erklären soll, aber mit Denkanstössen einen anderen Blickwinkel auf die Welt eröffnet? Setzt allerdings voraus, dass KI objektiv bleiben kann.

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    Sicherheitskopien von Filmen im öffentlichen Fernsehen anfertigen, damit man die Inhalte auch später noch, nachdem sie depubliziert wurden, anschauen kann und kein Abo bei Disney+, beispielsweise, abschließen muss. Verrückt.

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  • Akku laden und so

     

     

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  • Links – 06.11.2025

    AI summarization optimization illustrates how quickly humans adapt communication strategies to new technologies. As AI becomes more embedded in workplace communication, recognizing these emerging patterns may prove increasingly important.

    Schneier on Security – AI Summarization Optimization

    Kleiner abschweifender Gedanke dazu: Dieses Gefühl des Uncanny Valley, dass ich an mir selbst zum Beispiel beim Betrachten von extrem gebotoxten Menschen festgestellt habe, habe ich leider auch immer öfter beim Lesen von Nachrichten oder Blogbeiträgen. Vielleicht auch, weil ich selbst KI im Alltag benutze und hier und da immer wieder denke: Ja super, klingt toll. Nur könnte ich das selbst gar nicht genau so ausdrücken. Zum Beispiel.

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    Amazon argues that third-party applications capable of making purchases on behalf of its customers should seek permission from the e-commerce giant before enabling that capability, to ensure a positive customer experience.

    The Register – Amazon complains that Perplexity’s agentic shopping bot is a terrible customer

    Keine Ahnung, ob ich wirklich bereit dafür wäre, einen Chatbot meine Einkäufe für mich erledigen zu lassen.

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    Als ich heute las, dass unsere Regierung bis Ende 2026 den digitalen Führerschein und den digitalen Fahrzeugschein einführen will, habe ich erst mal gelacht. Dann aber habe ich gelernt, dass es den digitalen Fahrzeugschein für auf natürliche Personen zugelassene Fahrzeuge schon gibt.

    vowe.net – Digitaler Führerschein

    Wieder etwas gelernt.

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  • Schnpsl III

    Greetings from Asbury Park, Philippe Garner

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    So oldschoolmäßig ein Kalenderbuch aus Papier für 2026 besorgt. Bevor die Handschrift endgültig verkorkst ist.

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    Ich wollte so ein schönes Foto machen, von einem roten Blatt, dass herbstlich auf den Boden fiel und ganz einsam und dekorativ da lag. Allerdings peitschte mir Regen und Wind ins Gesicht und auf der Brille sammelten sich Regentropfen, so dass ich einfach weiterging und das Foto nur ein Gedanke blieb.

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    Jetzt schon keinen Bock mehr auf graue Jahreszeit.

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    Im Alter wachsen und reifen und das ganze auch noch selbst erkennen. Da muss man aufpassen, dass man nicht über sich selbst stolpert.

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  • Große Krampe

    Ein hölzerner, witterungsgealterter Infokasten im Freien. Oben hängt ein Schild mit der Aufschrift „Siedlerverein Große Krampe e. V.“. Die Fläche darunter ist dicht mit bunten Graffiti-Tags in Weiß, Grün und Blau besprüht. Links neben dem Kasten sind parkende Autos zu sehen, am Boden liegen herbstliche Blätter.

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  • Schnpsl II

    Der unangenehmste Teil einer Darmspiegelung ist das Davor und nicht das Dabei, wenn man sich eine kleine Narkose gönnt. Man muss das Davor nicht schönreden, es ist halt Kacke. Egal. Am Ende Glück gehabt, alles in bester Ordnung. Woher allerdings die Bauchschmerzen kommen, weiß keiner.

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    Apropos unangenehm: Sich derzeit mit aktueller Politik beschäftigen zu müssen – ob nun Innen- oder Außenpolitik – ist nicht gerade Vergnügungssteuerpflichtig. Eine gute Alternative ist dabei natürlich die Erweiterung des hauseigenen Homelabs. Das bereitet deutlich mehr Vergnügen.

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    Immer noch auf der Suche nach der richtigen Blogform. Was auch daran liegt, dass ich dazu neige, Dinge zu verkomplizieren. Ich tue mich schwer mit einem quasi fire & forget, also das Hingeschreibe von Gedanken, auf dass sie gedacht und geäußert sind und an einem Ort verbleiben, zur weiteren Verwendung, oder auch nicht. Und da ist sie auch schon, die richtige Blogform.

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    Na dann!

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